22.08.26 Zwischen Wahrnehmung, Verfahren und fundierter Intuition

Kinderschutz und §8a SGB VIII in Einrichtungen

Zielgruppe:

Fachkräfte der stationären Jugendhilfe, der allgemeinen Jugendhilfe und Kitas, Mitarbeitende im Jugendamt sowie Leitungen und Träger, die Kinderschutz als Haltung ermöglichen wollen.

Sozialarbeiter

REFERENT Andreas Ramacher

WORUM ES GEHT

Das Verfahren regelt, was geschieht. Es sorgt nicht dafür, dass jemand hinsieht.

Kinderschutz beginnt nicht beim §8a. Er beginnt in der Wahrnehmung. Das Verfahren ist notwendig, es schützt vor Willkür und gibt der Sorge eine Form. Aber es greift erst, wenn jemand schon hingesehen hat.

Genau dort, im Zwischenraum von Vorschrift und Bauchgefühl, setzt dieses Webinar an.

Andreas Ramacher, über 40 Jahre Erfahrung im sozialen Bereich und in der Jugendhilfe, spricht aus der Praxis statt aus dem Lehrbuch. Es geht nicht um eine weitere Verfahrensschulung, sondern um eine Haltungsfrage mit dem Verfahren als Grundlage. Um die gewichtigen Anhaltspunkte, die kollegiale Risikoeinschätzung und das fundierte Bauchgefühl, das in der Profession oft als Erstes Alarm schlägt.

 DIE THEMEN IM ÜBERBLICK

 Sieben Blöcke

1.   Schutzauftrag als Haltung.

Bevor das Verfahren beginnt, beginnt das Hinsehen. Wer nicht hinsieht, kann nicht schützen. Wer allein hinsieht, kann irren. Wer nur das Verfahren sieht, lässt vieles aus.

2.   Der §8a-Ablauf in sechs Schritten.

Von der Wahrnehmung über die kollegiale Risikoabschätzung und das Herstellen von Schutz bis zur Mitteilung an das Jugendamt und gegebenenfalls der Inobhutnahme nach §42. Und das, was das Schema nicht zeigt.

3.   Gefährdungseinschätzung.

Verfahren und Wahrnehmung gehören zusammen. Was „gewichtige Anhaltspunkte“ wirklich heißen. Keine Vermutung, kein Hörensagen, sondern eine begründete Sorge, geteilt und dokumentiert.

4.   Fundierte Intuition.

Bauchgefühl ist nicht das Gegenteil von Professionalität, sondern verdichtete Erfahrung. Ein Frühwarnsystem, kein Urteil. Und die klare Grenze zwischen Wahrnehmung, Begründung und Ausrede.

5.   Entscheiden mit Unsicherheit.

Es gibt keinen Algorithmus, der die Restunsicherheit auflöst. Zwei Fehler sind möglich, zu früh und zu spät zu handeln. Drei Fragen, die eine Entscheidung tragen.

6.   Eltern, Kind und Team.

Beteiligung ist Schutz, kein Verfahrensschritt. Das Team ist der Ort, an dem Kinderschutz Profession wird, und an dem niemand mit dem Bauchgefühl allein bleibt.

 7.   Transfer in den Alltag.

Was nehme ich mit, und wo arbeite ich gerade für das Verfahren statt für das Kind. Die drei Säulen Verfahren, Wahrnehmung und Team, von denen keine die andere ersetzt.

60 Minuten fachlicher Input + 30 Minuten offene Fragen

TERMIN : 22.08.26 | 10.00 - 11.30 Uhr

PREIS : 99 Euro

TECHNIK : Tablet, Pc oder Laptop

„Alle angebotenen Webinare können auf Anfrage auch für Einrichtungen, Teams oder Gruppen gebucht werden. Bei Interesse freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme per E-Mail.“ - Info@sozigang.de